Von spirituellen Bedürfnissen und geistlichem Luxus
Hab ich es ja gerade noch hinbekommen, in diesem Monat einen Eintrag zu schreiben. Aber leider kann ich innerhalb der Woche nicht mehr ins Internet, worüber ich mich inhttp://peter-patzt.blogspot.com/2007/04/ich-will-ja-keine-werbung-machen.html
ja gefreut hatte. Außerdem ist es leider so, dass es meiner Uroma seit einigen Monaten, wegen eines Schlaganfalls nicht mehr so gut geht, und ich daher am Wochenende zu weniger Freizeit komme als früher. Außerdem habe ich mich in letzter Zeit vor allem mit einem Thema beschäftigt, was sehr viel Zeit durch Lesen beanspruchte. Heute habe ich nämlich das Buch "Ein unaufhaltsame Kraft — Gemeinde, die die Welt verändert" zu Ende gelesen. In dem Buch geht es darum, wie sich eine christliche Gemeinde verändern muss, dass sie wieder zu dem wird, was sie eigentlich gedacht war, und dass sie für ihre Besucher eine Kultur schaffen sollte, die einerseits radikal christlich Werte vertritt, aber genauso radikal sich aufmacht, um den Menschen in ihrer Umgebung (vor allem auch praktisch) zu helfen.
Aber eigentlich wollte ich in diesem Eintrag mal ein paar Gedanken, die in letzter Zeit in mir herumschwirren schriftlich niederlegen, um damit weiterzukommen.
Und die Frage, die ich zuerst aufwerfen will, ist, ob wir nicht alle ein spirituelles Bedürfnis haben. Niemand leugnet, dass wir ein Bedürfnis, nach Sauerstoff, Nahrung, Liebe, oder sogar Luxus haben. Aber wie drückt sich ein Bedürfnis nach Spiritualität aus, und was bedeutet das eigentlich. Nur ungefähr 10% der Weltbevölkerung, würden sich als "nichtreligiös" bezeichnen. Und selbst in unserer Kultur, in der Atheismus nichts außergewöhnliches ist, haben wir immer wieder spirituelle Erfahrungen, wo es uns eiskalt den Rücken herunterläuft. Wir machen Party oder gehen auf Konzerte und kommen dabei, wenn sie denn gut waren, in Zustände, die über unser Denken hinausgehen und uns Glücksgefühle verschaffen. Es gibt dutzende Weisheiten des Aberglaubens. Und nicht zuletzt gibt es immer wieder Momente in unserem Leben, an denen wir uns fragen, kann das Zufall sein, oder sogar was ist, wenn wir sterben.
Aber wohin mit einem Bedürfnis, dass wir in der Regel gar nicht klar beschreiben können, und vielleicht gar nicht oft wirklich verspüren? Bedürfnisse kann man auf verschiedene Weise stillen. Man kann zum Beispiel Junkfood essen, oder sogar chemische Präparate schlucken, die dem Magen sagen, dass er satt ist, obwohl er keiner Nahrung bekommen hat. Ganz ähnlich ist das denk ich auch bei der Spiritualität. Viele Menschen unserer Zeit probieren sich in den verschiedensten Sachen/ Religionen aus.
Genauso haben wir Christen unseren Glauben häufig nur als Bedürfnisstillung. Wir haben uns mit unserem Glauben einen geistlichen Luxus geschaffen, mit dem wir häufig nur so weit die Erwartungen der Bibel erfüllen, wie sie dieses spirituelles Bedürfnis stillt. Und das ist jetzt ein Aufruf an mich und die Christen, die das lesen: Wo bleibt unsere Opferbereitschaft, die uns einerseits zu einer gesunden Ernährung führt und andererseits Gott in unserem Leben widerspiegelt?

1 Kommentare:
Jo, das mit dem Bedürfnis nach Spiritualität ist schon ne spannende Sache, weil man es echt an allen Ecken und Enden beobachten kann. Es gibt sogar Versuche, es völlig unabhängig von jeder Religion zu erfassen, das nennt sich dann Flow: http://de.wikipedia.org/wiki/Flow_(Psychologie)
ein armseeliger versuch!!!
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