Bin ich schon raus? Das ging ja schwierig!
Zunächst einmal ein langes Woooooohoooooooo!! Aber im gleichen Atemzug verspürt man auch meine Erschöpfung wegen der letzten Woche. Man hat es nicht leicht seine Vorhaben, die einem zum Vorteil dienen, beim Bund durchzubringen, wenn man gelinde gesagt, nicht der Beliebteste in seiner Kompanie ist. Ich hatte also letzte Woche noch einmal verstärkt mit meiner eigenen Unfähigkeit, mich unter meinen Kameraden beliebt zu machen, sowie mit dem Unwollen der Vorgesetzten, mir ein einfaches und angenehmes Austreten aus der Bundeswehr zu beschaffen, zu kämpfen. Nicht nur, dass von Montag bis Mittwoch auf der Übung mit Tag- und Nachtschießen meist ich für unangenehme Jobs herangezogen wurde. Ich hatte eigentlich auch nur heute (Donnerstag) Zeit wirklich alles abzuklären. Und dass noch Einiges abzuklären war ist ja bekannt. Und so kam es natürlich auch so, dass sich zum Schluss diejenigen darüber beschwerten, dass ich nicht alles abgeklärt habe, die mich zuvor meist mit „Was ist denn jetzt schon wieder?“ begrüßt und mit „Das machen wir später!“ verabschiedet haben.
Aber genug von den Beschwerden! Weil ich habe es ja jetzt geschafft! Nach acht Stunden anstrengenden hin- und herkommandiert werden, unmögliche Lösungen finden und letztlicher Stuben- und Revierreinigung ist alles soweit abgeklärt, dass ich mich jetzt erst einmal auf meinen Griechisch-Intensiv-Kurs im schönen (verregneten) Wiedenest konzentrieren kann. Ich muss zwar in der Zeit noch nach Köln zum Arzt von der Bundeswehr und vor allem Anfang Oktober (nach meiner eigentlichen Dienstzeit) noch mal nach Strausberg um die letzten Unterlagen dort hinzubringen. Man kennt es ja: „Man hat’s nicht leicht, aber leicht hat’s einen!“

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