So ein Wirrwarr
Wie im letzten Eintrag groß angekündigt, habe ich die letzten beiden letzten Wochen meiner Grundwehrdienstzeit frei. In dieser Zeit werde ich eine vom Berufsförderungsdienst (BfD) geförderte externe Maßnahme wahrnehmen. Dabei handelt es sich um den dritten Intensivkurs für Altgriechisch aus dem ersten Lehrjahr an der Bibelschule Wiedenest, den ich dort abbrechen musste. Es ist also voll cool, dass ich für zwei Wochen wieder in Wiedenest wohnen und lernen kann. (Wird bestimmt total seltsam werden, mit meinen ehem. Klassenkameraden wieder zusammen zu sein; immerhin hatten sie jetzt neun Monate länger Zeit, sich besser kennen zu lernen. Aber das ist gar nicht der Punkt!) Weil ich dahin will, musste ich mich jetzt um so viel kümmern, dass ich das einfach mal beschreiben will, um euch einen Einblick in das Wirrwarr der Anträge beim Bund zu geben.
Ich hätte ja eigentlich einfach Urlaub für die Zeit nehmen und dahinfahren können. Daraus wurde aber schon mal nichts, weil genau in diese Zeit unsere Abschlussübung fällt und unser Chef so viele Hilfskräfte benötigt. Ich kam aber mit ihm überein, dass er mir feigibt, wenn ich den Kurs als BfD-Maßnahme gewilligt bekomme. Das heißt als erstes nach Wiedenest schreiben, ob es überhaupt möglich ist für sie, dass ich komme und nach den Kosten fragen, die über den BfD ja abgerechnet werden können. Als nächstes war es notwendig mit einem BfD Berater darüber zu sprechen und den Bezug zu späteren Berufsausbildungen zu erläutern. Anschließend war auch noch ein Formular auszufüllen, wofür man aber auch ein Stempel von Wiedenest brauchte. Das ging glücklicherweise auch per Fax. Als dieses wieder zurückkam musste aber schon alles schnell gehen, weil es bereits Ende August war. Und so habe ich das Formular knapp genug abgegeben, dass ich gerade noch mit dem Zug nach Hause fahren konnte und hoffe dort die Bewilligung vorzufinden.
Aber als wenn das nicht genug wäre! Diese Woche habe ich mich dann mal um die abschließenden Maßnahmen gekümmert, die ich vor meinen Dienstaustritt nächste Woche noch zu erledigen habe. Und es stellte sich heraus, dass ich nicht wie angenommen, die ganze Woche Zeit habe um alles zu erledigen. Stattdessen muss ich von Montag bis Mittwoch mit auf eine Schießübung und mich dann am Donnerstag um meine Auskleidung und den Laufzettel kümmern. Außerdem gehört zu einem erfolgreichen Dienstaustritt eine Abschlussuntersuchung. Diese kann aber erst in den letzten beiden Wochen der Dienstzeit geschehen, in denen ich eigentlich in Wiedenest bin. Also habe ich heute den ganzen Vormittag herumtelefoniert, wo denn eine Sanitätsstaffel in der Nähe von Wiedenest ist, in der ich diese Abschlussuntersuchung machen lassen kann. Und das wird auch nicht so einfach. Ich habe zwar eine Sanstaffel in Köln gefunden, die das für mich macht, aber ich sehe da schon wieder weitere Komplikationen auf mich zukommen, so viele Formulare, die ich für Strausberg ausfüllen lassen muss.
Ich sag es euch, wenn ihr mal beim Bund seid: Kämpft für eure Rechte, es wird euch nicht leicht gemacht!nh

1 Kommentare:
Was mich mal interessieren würde:
Wie konntest du den Bezug zwischen Altgriechisch und deiner künftigen Berufsausbildung herstellen?
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